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Unzureichendes Wachstum bei Bio

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Sorgen um den ökologischen Landbau in Niedersachsen macht sich Landvolk-Präsident Hennies. Er weist darauf hin, dass die Ökofläche in seinem Bundesland 2024 nur leicht vergrößert worden sei. Dabei sei im Niedersächsischen Weg das Ziel gesetzt worden, bis 2030 den Anteil der Ökofläche auf 15% zu bringen. Nach Ansicht von Hennies ist es vor allem der enorme Kontrollaufwand, der den Ökolandbau unattraktiv macht.

 

Landvolk-Präsident Dr. Holger Hennies sorgt sich um den Ökolandbau in Niedersachsen. Er vermisst vor allem das notwendige Wachstum hin zu den im Niedersächsischen Weg gesetzten Zielmarken, die bis 2030 einen Anteil von 15% vorsehen. Hennies verweist auf die Strukturdaten für die Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft, die das Bundeslandwirtschaftsministerium kürzlich für das Jahr 2024 veröffentlicht hat. Demnach wurde die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Niedersachsen nur leicht um 0,9% auf 155.370 Hektar vergrößert. Damit wurde in dem Bundesland auf rund 6% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche "Bio" produziert; deutschlandweit war es hingegen ein Anteil von 11,5%.

 

Nach Ansicht von Hennies ist es vor allem der enorme Kontrollaufwand, der umstiegswillige Bauern abschreckt. Deshalb müsse Bürokratie abgebaut werden und die Politik praktikablere Vorgaben machen. Um den Bioanbau weiter zu steigern, sollte außerdem die Nachfrage nach Bioprodukten angekurbelt werden, unterstrich der Landvolk-Präsident.

 

Carsten Bauck, Vorsitzender des Ökoausschusses im Landvolk Niedersachsen, lenkte den Blick auf positive Entwicklungen. Es sei gut, dass im Moment Bewegung in festgefahrene Prozesse zu kommen scheine, wie etwa bei der Pflicht der EU-Öko-Verordnung, Küken ab dem ersten Lebenstag Auslauf zu gewähren. Solche Vorgaben hätten nichts mit Tierwohl zu tun, trieben aber die Baukosten in die Höhe und würden Betriebe zur Aufgabe zwingen, so Bauck.

 

Der Ausschussvorsitzende machte deutlich, dass politische Rahmenbedingungen wie langfristige Planungssicherheit und Entlastung von überbordender Bürokratie wichtig für die Entscheidung der Landwirte seien, auf Ökolandbau umzustellen. "Die Biobauern leiden immens unter dem enormen Kontrollaufwand", betonte Bauck. Das schrecke umstiegswillige Berufskollegen ab. Dabei könnte der Ökolandbau eine Zukunftsstrategie für Umwelt und Gesellschaft sein, wenn moderne Technik genutzt werde und die Politik praxisnahe Vorgaben schaffe.

 

Australien führt weltweit

Weltweit gesehen lag 2023 nach Angaben des Landvolks mehr als die Hälfte der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Australien. Mit einer Ökofläche von 53 Mio. Hektar, die fast ausschließlich aus extensivem Weideland bestehe, sei der Kontinent Spitzenreiter. Beim Ökoanteil an der landwirtschaftlichen Fläche insgesamt ergebe sich jedoch ein ganz anderes Bild: Von den zehn Ländern, die weltweit den höchsten Ökoflächenanteil aufwiesen, lägen acht in Europa. Liechtenstein sei mit einem Öko-Anteil von 44,6% die Nummer eins, während sich Australien auf Platz 14 einreihe. AgE

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