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Die Ukraine ist "kein Agrarmonster"

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Vor allem in handelspolitischen Fragen wünscht sich die Ukraine eine harmonische Zusammenarbeit mit der EU. Im Interview mit AGRA Europe kritisiert der geschäftsführende Direktor des ukrainischen Milchindustrieverbandes (SMPU), das bestimmte Politiker und Medien in der EU sein Land als "Agrarmonster" darstellen.

 

Die Ukraine sollte von bestimmten europäischen Politikern und Medien nicht länger als "Agrarmonster" inszeniert werden, das die EU mit seinen Agrarprodukten überfluten will. Dagegen wehrt sich der geschäftsführende Direktor der ukrainischen Milchindustrie (SMPU), Arsen Didur, im Interview mit AGRA Europe. Didur stößt sich an der Instrumentalisierung durch einige wenige EU-Politiker, die damit von Problemen im eigenen Land ablenken wollten: "Das hilft aber weder den Landwirten in der EU noch in der Ukraine".

Der SMPU-Direktor verwies auf den desolaten Zustand der ukrainischen Energieinfrastruktur. Gerade die jüngsten Angriffe hätten auf die Unterbrechung der Stromversorgung und der Transportlogistik abgezielt. Gleichzeitig fänden auch weiterhin regelmäßig Raketenangriffe auf Wohngebäude statt. Das Stromnetz sei beschädigt und die Versorger dadurch gezwungen, das System durch Zwangsabschaltungen zu stabilisieren. Unter diesen Umständen sei jegliche Planung schwierig, und die Betriebe müssten ihre Arbeitspläne regelmäßig über den Haufen werfen.

Notstromaggregate halten Milchverarbeitung aufrecht

Didur wies darauf hin, dass es schon seit Jahren Stromengpässe durch russischen Beschuss gebe. Dem SMPU-Direktor zufolge haben sich die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in den letzten Wochen aber intensiviert und fallen noch gezielter aus. Die Auswirkungen auf die Milchverarbeitung in der Ukraine hielten sich aber bislang in Grenzen, da die meisten Molkereien über Notstromaggregate verfügten. AgE

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