News-Ansicht

Bürokratie nicht das Hauptproblem

|   news

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter kritisiert den Deutschen Bauernverband und den Milchindustrieverband. Beide würden mit ihrer Forderung nach weniger Auflagen von dem eigentlichen Problem der Milcherzeuger, zu geringem Milchgeld, ablenken. Der BDM fordert einen um 20 Cent höheren Preis. So ließe sich auch der geplante Mindestlohn von 15 Euro bezahlen.

Kein Milchviehbetrieb, der für sich gute wirtschaftliche Perspektiven und ein zu bewältigendes Arbeitspensum sieht, würde nur wegen der Bürokratie aufhören. Das hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) am Montag (17.3.) unterstrichen.

Mit Blick auf das Berliner Milchforum kritisiert der BDM die Positionen des Deutschen Bauernverbands (DBV) und des Milchindustrieverbands (MIV). Forderungen nach weniger Verordnungen und Gesetzen, nach mehr Anreizen und damit mehr Planungssicherheit würden vor allem von dem eigentlichen Problem ablenken, so der BDM. Fakt sei, dass die aktuellen Milchpreise keine wirtschaftlichen Perspektiven böten und schon gar keine Planungssicherheit. Trotz Milchauszahlungspreisen, die in der Spitze bei über 50 Cent lägen, könnten im Bundesdurchschnitt die Milcherzeugungskosten damit nicht gedeckt, geschweige denn Planungssicherheit geboten werden.

Der BDM fordert ein Milchpreisniveau, mit dem sich Investitionen in neue Ställe innerhalb von maximal zehn Jahren rechnen. Auf das Kilogramm Milch umgerechnet sei dafür ein um 20 Cent höherer Erzeugerpreis nötig. So wäre es dem BDM zufolge auch möglich, den geplanten Mindestlohn von 15 Euro zu zahlen. AgE

Zurück