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Umsatzeinbußen bei Glyphosat belasten zweites Geschäftsquartal

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Ein weiterer massiver Rückgang der Umsätze mit glyphosatbasierten Produkten in der Division Crop Science haben im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023 das Ergebnis der Bayer AG belastet. Wie der Konzern heute mitteilte, sank der um Währungseffekte bereinigte Umsatz um 8,2 % auf 11,044 Mrd Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen ging um 24,5 % auf 2,527 Mrd Euro zurück.

Ein weiterer massiver Rückgang der Umsätze mit glyphosatbasierten Produkten in der Division Crop Science haben im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023 das Ergebnis der Bayer AG belastet. Wie der Konzern heute mitteilte, sank der um Währungseffekte bereinigte Umsatz um 8,2 % auf 11,044 Mrd Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen ging um 24,5 % auf 2,527 Mrd Euro zurück.

 

Als Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) weist das Unternehmen minus 956 Mio Euro aus. Darin enthalten sind laut Bayer per saldo Sonderaufwendungen von 2,490 Mrd Euro, die vor allem in Verbindung mit einer außerplanmäßigen Werthaltigkeitsprüfung in der Division Crop Science standen. Daraus resultiert ein Konzernergebnis von minus 1,887 Mrd Euro.



Crop Science muss Federn lassen

 

Nach Angaben des Unternehmens ging im Agrargeschäft der Umsatz im zweiten Quartal um 18,5 % auf 4,924 Mrd Euro zurück. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science sank kräftig um 58,5 % auf 725 Mio Euro. Mengen- und Preisrückgänge bei glyphosathaltigen Produkten führten insbesondere in den Regionen Nord- und Lateinamerika sowie Europa/Nahost/Afrika zu Umsatzeinbußen von 45,6 % bei den Herbiziden. Ohne Berücksichtigung von Glyphosat entwickelte sich das übrige Geschäft der Division auf Vorjahresniveau, wobei höheren Preisen ein geringerer Absatz gegenüberstand.



Der Umsatz mit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften legte im Berichtsquartal um 10,6 % zu. Hierfür sorgten Preissteigerungen in allen Regionen sowie vergrößerte Maisanbauflächen in Nordamerika. Das Geschäft mit Fungiziden blieb auf Vorjahresniveau. Im Bereich Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften verringerte sich der Umsatz hingegen um 9,3 %, vor allem wegen einer kleineren Sojaanbaufläche und niedrigeren Lizenzeinnahmen in Nordamerika.



Ausblick auf Gesamtjahr abgesenkt

 

Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 hatte Bayer bereits am 24. Juli gesenkt, vor allem wegen der Umsatzrückgänge bei glyphosatbasierten Produkten. Erwartet wird auf Konzernebene nun ein um Währungseffekte bereinigter Umsatz von 48,5 Mrd Euro bis 49,5 Mrd Euro. Zuvor hatte die Prognose auf Basis der monatlichen Durchschnittskurse des Jahres 2022 von 51 Mrd Euro bis 52 Mrd Euro gereicht. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen geht das Unternehmen jetzt von 11,3 Mrd Euro bis 11,8 Mrd Euro aus; der bisherige Ausblick lag noch bei 12,5 Mrd Euro bis 13,0 Mrd Euro.



Für die Division Crop Science rechnet der Konzern jetzt einen um etwa 5 % geringeren Umsatz als im Vorjahr. Das Unternehmen plant im Agrargeschäft nun mit einer EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von etwa 21 %. AgE/jo

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