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Niedrigere Preise lassen Verkaufsmengen steigen

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Der Verkauf von Stickstoffdüngern und anderen mineralischen Düngemitteln an Absatzorganisationen und Endverbraucher in Deutschland hat zuletzt im Vorjahresvergleich teilweise deutlich zugenommen. Wesentlicher Grund sind die gegenüber 2022 spürbar gesunkenen Einkaufpreise. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Absatzmenge im dritten Quartal 2023 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode bei Kali um 59,8% auf 76.934 Tonnen und bei Phosphat um 24,9% auf 24.923 Tonnen stark zu.

Der Verkauf von Stickstoffdüngern und anderen mineralischen Düngemitteln an Absatzorganisationen und Endverbraucher in Deutschland hat zuletzt im Vorjahresvergleich teilweise deutlich zugenommen. Wesentlicher Grund sind die gegenüber 2022 spürbar gesunkenen Einkaufpreise. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Absatzmenge im dritten Quartal 2023 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode bei Kali um 59,8% auf 76.934 Tonnen und bei Phosphat um 24,9% auf 24.923 Tonnen stark zu.


Erstmals seit langem lag auch die Verkaufsmenge an Stickstoff mit 262.838 Tonnen wieder über dem Vorjahresniveau, wenn auch nur um 0,7%. Dazu trug insbesondere der höhere Harnstoffabsatz bei. Lediglich bei Kalk war ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal zu verzeichnen, nämlich um 8,7% auf 1,19 Mio. Tonnen.

Änderung im Jahresverlauf

Wird der gesamte Zeitraum von Januar bis September 2023 betrachtet, fallen die Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringer aus, oder drehen sogar ins Minus, wie bei Stickstoff. Im ersten Quartal 2023 lagen die Düngemittelpreise noch auf einem sehr hohen Niveau, was bei allen vier Düngerarten zu geringeren Absatzmengen im Vorjahresvergleich führte. Dies änderte sich erst im zweiten Quartal. Die Verkaufsmenge von Kali nahm im gesamten Betrachtungszeitraum gegenüber den ersten neun Monaten 2022 um 18,2% auf 205.300 Tonnen zu. Bei Phosphat-Düngern war laut vorläufigen Daten von Destatis ein Plus von 12,1% auf 94.800 Tonnen zu verzeichnen.

Stickstoffdüngerabsatz langfristig rückläufig

Anders sieht die Bilanz bei stickstoffhaltigem Dünger aus. Hier nahm die Absatzmenge im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2022 um 4,7% auf 778.085 Tonnen ab. Damit setzte sich, wenn auch abgeschwächt, der langfristige Trend rückläufiger Mengen fort. Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2022/23 war die Verkaufsmenge mit rund 1 Mio Tonnen auf einen Tiefstwert gesunken. Neben den hohen Preisen und teilweise geringer Verfügbarkeit spielen auch verschärfte Düngeauflagen eine Rolle für die langfristig sinkenden Einsatzmengen in der Landwirtschaft. Am deutlichsten rückläufig waren in den ersten drei Quartalen 2023 die Verkäufe von Kalkdünger, die mit 2,18 Mio. Tonnen das Vorjahresniveau um 8,8% verfehlten. AgE/dw

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