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Gut 4 000 Schweine müssen in Mecklenburg-Vorpommern getötet werden

erstellt von info@raiffeisen.com (Raiffeisen Info) | |   topnews

Nach dem ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einer Schweinehaltung in Mecklenburg-Vorpommern laufen die Tierseuchenschutzmaßnahmen auf Hochtouren. Wie Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute auf einer Pressekonferenz berichtete, ist aus bisher ungeklärten Gründen die ASP in einem Schweinemastbetrieb mit 4 038 Tieren bei Güstrow im Landkreis Rostock ausgebrochen. Die Tiere müssen nun unverzüglich gekeult und sicher entsorgt werden. Zudem wurde der Betrieb gesperrt und eine Sperrzone mit 3 km Radius sowie eine Überwachungszone mit 10 km eingerichtet. Innerhalb der Sperrzone gibt es dem Minister zufolge acht Schweinebetriebe, in der Beobachtungszone 20. Aus diesen dürfen Schweine nur noch nach amtsärztlicher Untersuchung und Beprobung verbracht werden.

Laut Backhaus handelt es sich bei der betroffenen Haltung um einen von insgesamt drei Mastbetrieben einer Familie, die von einem dazugehörigen Sauenbetrieb mit Ferkeln in einem geschlossenen System beliefert werden. Der ASP-Ausbruch sei aber auf den Kreis Rostock begrenzt. Dem Minister zufolge ist der "Betrieb sehr gut geführt, der auch am Monitoringprogramm teilgenommen hat". Völlig offen sei, wie das Virus eingetragen worden sei. Epidemiologen des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) würden dies nun vor Ort "kriminologisch" untersuchen. Im Moment "tappen wird da im Dusteren", so Backhaus.

Dem Minister zufolge ist der Krisenstab bereits vergangene Nacht "hochgefahren" worden, und es gibt Absprachen mit der Polizei und den Jägern, wegen der Transportsperren beziehungsweise der nun intensiveren Fallwildschweinsuche. "Wir müssen nun zusammenstehen, um Schaden von Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland und den Tierhaltern abzuwenden", betonte Backhaus. Gezielt an die Schlachthöfe richtete er den Apell, auch weiterhin Schweine aus Mecklenburg-Vorpommern zu schlachten. Von drei großen Versandschlachtern im Umfeld erwarte er, dass sie Tiere von ihren Vertragspartnern annehmen. Dies sei auch gut zu machen, da wir bei der ASP "aktuell nur einen Punkteintrag und kein flächenhaftes Geschehen haben". Diesen Punkteintrag gelte es, so Backhaus, nun möglichst schnell zu merzen. AgE

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