Für die deutschen Landwirte ist nicht nur die Getreideernte enttäuschend verlaufen, sondern zuletzt auch die Preisentwicklung. An der Pariser Terminbörse Matif wurde Mahlweizen mit Fälligkeit im September am Mittwoch (21.8.) für 199,25 Euro/t abgerechnet. Für glatt 199 Euro/t wurde er am Donnerstag (22.8.) gegen 11:35 Uhr gehandelt. Damit hat sich dieser Future trotz der schlechten Ernten in Frankreich und Deutschland seit Anfang August um gut 20 Euro/t oder fast 10% verbilligt. Zum Laufzeithoch vom 27. Mai errechnet sich ein Minus von 70 Euro/t oder gut ein Viertel.
Händler machten für die jüngsten Preisabschläge die höheren Weizenexporterwartungen in der Ukraine sowie die Streiks der Eisenbahnmitarbeiter in Kanada verantwortlich. Dessen Ankündigung habe die kanadischen Farmer veranlasst, ihren Weizen in dieser Saison früher als üblich zu vermarkten. AgE
