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Sehr hohe Erzeugerpreise im Juni

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Im Gegensatz zu den Getreideerzeugern können sich die Kartoffelanbauer nicht über die Preise beschweren. Laut Destatis zogen diese für Speisekartoffeln im Juni gegenüber Mai um gut ein Fünftel an. Das Erlösniveau im Juni früherer Jahre wurde um ein Vielfaches übertroffen. Derweil meldete die Landwirtschaftskammer NRW Anfang dieser Woche für frühe Sorten einen Erzeugerpreis von 33 Euro/dt. Die Ernte läuft gegenwärtig auf Hochtouren.

Im Unterschied zu den Getreidebauern können die heimischen Anbauer von Speisekartoffeln in diesem Jahr zumindest mit den Preisen für ihre Erzeugnisse zufrieden sein. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zogen die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln im Juni gegenüber dem Vormonat um 21,2% an. Sie waren zudem um 31,7% höher als im Juni 2023. Noch deutlich höher fallen die Änderungsraten im Vergleich zu früheren Jahren aus: Zu Juni 2022 betrug das Plus 137% und gegenüber Juni 2021 sogar 433%.

 

Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK) am Montag (12.8.) meldete, wurde für frühe Sorten franko Sortierstation und vor Abzug der Sortierkosten 33 Euro/dt gezahlt. Derweil berichtete die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, dass die Kartoffelernte auf Hochtouren laufe. Dabei sei die Rodung der Frühkartoffeln weitestgehend abgeschlossen und der Übergang zur Ernte der Anschlusssorten fließend. Allgemein werde mit einem Abreifevorsprung von etwa einer Woche im Vergleich zu normalen Jahren gerechnet.

 

Anfang Juli hatte die Agrarmarkt-Informations-GmbH (AMI) festgestellt, dass die Erzeugerpreise für Bio-Frühkartoffeln seinerzeit mit 1,20 Euro/kg einen Allzeithöchststand markiert hatten. AgE

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