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Markttipps-Ansicht

Produktion soll kräftig schrumpfen

|   markttipps

Die Hitze und Trockenheit des diesjährigen Sommers lassen auch die Kartoffelernte in Nordwesteuropa schrumpfen. Die Branchenorganisation NEPG geht in ihrer jüngsten Schätzung für das Aufkommen in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Belgien von einer Gesamtmenge von 27,8 Millionen Tonnen aus; das wären 25% weniger als im Vorjahr. Das Pariser Agrarressort korrigierte seine Schätzung für die französische Kartoffelernte zuletzt deutlich nach unten.

In Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Belgien schlagen sich Hitze und Trockenheit deutlich auf die Kartoffelproduktion nieder. Die Organisation Nordwesteuropäischer Kartoffelanbauer (NEPG) rechnet mit einer der schwächsten Kartoffelernten der letzten zehn Jahre. In ihrer am Montag (14.9.) vorgelegten Schätzung erwartet sie ein Gesamtaufkommen von knapp 27,8 Mio. Tonnen. Das würde gegenüber 2025 einem Minus um ein Viertel entsprechen; das mehrjährige Mittel würde um 13,7% verfehlt.

 

Die NEPG führt den Produktionsrückgang neben einer um 13,7% auf 521.455 Hektar verkleinerten Anbaufläche vor allem auf sinkende Erträge zurück. Diese dürften nach Schätzung der Organisation ein Fünftel unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegen. Dem Verband zufolge bereiteten den Kartoffelanbauern neben Hitze und Wassermangel in diesem Jahr Drahtwürmer und Stolbur Probleme. Offenbar ist auch die Qualität der Knollen hinsichtlich Größe und Länge beeinträchtigt. Dies dürfte die Verwendung für bestimmte industrielle Absatzwege erschweren, so die NEPG.

 

Niedrigsten Erträge seit 1995 in Frankreich

 

Für Frankreich hatte der Statistische Dienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) in seiner am Dienstag (15.9.) vorgelegten Schätzung die Ertragserwartungen für die diesjährige Kartoffelernte deutlich nach unten korrigiert, und zwar auf 37,4 t/ha. Das wären 14% weniger als 2025. Dies würde einem Niveau entsprechen, das zuletzt 1995 mit seinerzeit 36,9 t/ha erreicht worden war. Die Kartoffelproduktion veranschlagt Agreste insgesamt auf 6,2 Mio. Tonnen; das würde gegenüber dem Rekordjahr 2025 einem Minus von 25,4% und gegenüber dem fünfjährigen Mittel um 11,8% entsprechen. Als Ursache hierfür nennen die Statistiker die Kombination aus dem genannten Ertragsrückgang und einer um 13% verkleinerten Anbaufläche. AgE

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