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Markttipps-Ansicht

Pro-Kopf-Verbrauch wieder gestiegen

|   markttipps

Deutschlands Verbraucher greifen wieder häufiger zu Kartoffeln. Vor allem Speisefrischkartoffeln stehen hoch im Kurs. Laut der Versorgungsbilanz 2023/24 des BZL lag der Pro-Kopf-Verbrauch mit 63,5 Kilogramm um rund 8 Kilogramm über dem Vorjahreswert. Leicht gesunken ist der Verbrauch von Kartoffelerzeugnissen wie Pommes, Kartoffelsalat oder Chips.

Die Deutschen essen wieder mehr Kartoffeln. Das zeigt die Versorgungsbilanz 2023/24, die am Donnerstag (12.12.) vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) vorgelegt wurde. Demnach lag der Pro-Kopf-Verbrauch an Kartoffeln im Berichtszeitraum mit 63,5 Kilogramm so hoch wie seit zwölf Jahren nicht mehr; im Vorjahr waren es nur 55,7 Kilogramm. Gegenüber 2022 stieg der rechnerische Verbrauch an Speisefrischkartoffeln um 8,4 Kilogramm pro Person auf 25,5 Kilogramm. Nach unten ging es hingegen mit dem Verbrauch von Kartoffelerzeugnissen wie Pommes, Kartoffelsalat oder Chips; hier gab es einen leichten Rückgang um 500 Gramm auf 38 Kilogramm pro Person.

"Weshalb Verbraucherinnen und Verbraucher so viel mehr Speisefrischkartoffeln verbraucht haben, können wir nicht genau sagen", so BZL-Leiter Dr. Josef Goos. Ein möglicher Grund seien die vielen Sonderaktionen des Lebensmitteleinzelhandels, wo oft kleinere Gebindegrößen angeboten würden. Eine weitere Ursache könnte der gestiegene Absatz außerhalb der Supermärkte, beispielsweise bei Direktvermarktern, sein. Laut Goos hatte der höhere Feuchtegehalt der Kartoffeln aus der Ernte 2023 schlechtere Einlagerungsbedingungen zur Folge, weshalb die Kartoffeln schneller verkauft werden mussten.

Im Wirtschaftsjahr 2023/24 wurden 76% der im Inland zur Verfügung stehenden Kartoffeln als Nahrungsmittel verwendet. Die industrielle Verwertung - beispielsweise Kartoffelstärke als Bestandteil von Baustoffen, Klebstoffen oder in Papier - sank gegenüber dem Vorjahr von 10 auf 8%. Unverändert blieben hingegen die Verwendungen von Kartoffeln als Pflanzgut mit 9% und als Futter mit 3%. Die Verluste beliefen sich auf 4%.

Nach Angaben des BZL standen im Wirtschaftsjahr 2023/24 in Deutschland knapp 7 Mio. Tonnen Kartoffeln für die Verwendung im Inland zur Verfügung. Der Selbstversorgungsgrad sank um 4 Prozentpunkte auf 153%. Sehr gut ausgefallen ist 2023 die Kartoffelernte, und das trotz schlechter Erntebedingungen. Auf 264.700 Hektar wurden rund 11,6 Mio. Tonnen Kartoffeln produziert; das waren etwa 900.000 Tonnen oder 8,5% mehr als im Jahr davor. Der Durchschnittsertrag lag bei 43,8 Tonnen pro Hektar, nach 40,1 Tonnen im Vorjahr. AgE

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