Nach kurzzeitiger Erholung beziehungsweise Stabilisierung in der Vorwoche sind die Maispreise an den Terminbörsen wieder unter Druck geraten. An der Matif in Paris rutschte der Novemberkontrakt für die weltweit wichtigste Getreideart unter die Marke von 200 Euro/t. Am Mittwoch (14.8.) gegen 16:40 wurde der betreffende Körnermaiskontrakt für 199,25 Euro/t gehandelt, ein Minus von 1,1% gegenüber dem Vortag. Seit dem Zwischenhoch am 23. Juli hat dieser Future gut 10% an Wert verloren.
Maßgeblich dafür sind zuvorderst die sehr guten Ernteaussichten in den USA. Aber auch die recht guten Produktionsaussichten in Frankreich drücken die Kurse. Nach der Schätzung des Statistischen Dienstes beim Pariser Landwirtschaftsministerium (Agreste) wird die Körnermaisernte in Frankreich 13,75 Mio. Tonnen erreichen und damit die Menge von 2023 um 9,0% übertreffen.
In den Vereinigten Staaten rechnet das dortige Landwirtschaftsministerium (USDA) mit einer Körnermaiserzeugung von 384,7 Mio. Tonnen, womit die vorjährige Spitzenmenge nur um gut 1% verfehlt würde. Berichtet wurde außerdem von einer zügigen Abreife des Maises bei gleichzeitig weiterhin gutem bis sehr gutem Zustand der Feldbestände.
Analog zu den Maispreisen gaben auch die Weizenterminnotierungen in Paris trotz der schlechten Ernte in Frankreich weiter nach. Der Septemberkontrakt für das Nahrungsgetreide wurde am Mittwoch gegen 15:40 an der Matif für 207,50 Euro/t gehandelt, womit der Vortagesschlusskurs um 1,4% unterschritten wurde. Seit Anfang des Monats verbilligte sich der Kontrakt damit um etwa 6%, seit dem Zwischenhoch am 22. Juli um 8%. AgE
