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Mehr Weizen und Raps in der EU

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Die Landwirte in der EU werden zur Ernte 2025 mehr Getreide und Ölsaaten anbauen. Nach Prognosen von COCERAL dürften die Getreidefläche um 2,5% auf 50,4 Mio. und das Ölsaatenareal um 3,5% auf 12,0 Mio. Hektar ausgedehnt werden. Auch erste Produktionsprognosen hat COCERAL bereits für 2025 abgegeben: An Getreide sollen 275 Mio. Tonnen, an Ölsaaten 19,5 Mio. Tonnen erzeugt werden, 16 Mio. Tonnen und gut 2 Mio. Tonnen mehr als dieses Jahr.

Die bisher verfügbaren Daten deuten nach Einschätzung des EU-Dachverbandes der Getreidehändler (COCERAL) auf eine Ausweitung des Getreide- und Ölsaatenanbaus in der Gemeinschaft hin. Nach der am Donnerstag (19.12.) von COCERAL veröffentlichten Vorhersage werden die Landwirte in den 27 Mitgliedstaaten zur Ernte 2025 insgesamt 50,42 Mio. Hektar mit Getreide bestellen; das wären 1,24 Mio. Hektar oder 2,5% mehr als in diesem Jahr. Das mit Raps, Sonnenblumen und Sojabohnen bestellte Areal soll sich auf 12,04 Mio. Hektar summieren, was ein Plus von gut 400.000 Hektar oder 3,5% bedeuten würde.

Beim Getreide geht der Dachverband vor allem von einer deutlich größeren Weichweizenfläche aus. Diese soll um 1,10 Mio Hektar oder 5,4% auf 21,51 Mio. Hektar zunehmen. Für Hartweizen wird dagegen eine Einschränkung um 0,8% auf 2,35 Mio. Hektar vorausgesagt.

Mit Blick auf die Gerste rechnen die Händler mit einem moderaten Zuwachs um 1,3% auf 10,49 Mio. Hektar. Verlieren wird der Mais, und zwar gut 300.000 Hektar oder 3,4% auf 8,66 Mio. Hektar. Dagegen werden für Hafer und Triticale größere Areale als zur Ernte 2024 ausgewiesen; der Anbau dieser Getreidearten soll den Prognosen zufolge um 1,3% auf 2,42 Mio. sowie 4,2% auf 2,50 Mio. Hektar ausgedehnt werden.

Für die wichtigste Ölfrucht in der EU, den Raps, geht COCERAL von einer Aussaatfläche von EU-weit insgesamt 6,02 Mio. Hektar aus; das wären 330.000 Hektar oder 5,8% mehr als zur diesjährigen Ernte. Die noch mit sehr großer Unsicherheit behafteten Anbauvorhersagen für Sonnenblumen und Sojabohnen deuten auf einen jeweils leichten Flächenzuwachs hin.

275 Millionen Tonnen Getreide möglich

Nicht nur zum Anbau, auch zur Getreide- und Ölsaatenproduktion im kommenden Jahr hat COCERAL jetzt bereits eine Prognose abgegeben. Unter der Voraussetzung eines Normalwetterjahres wäre ein Aufkommen von rund 275 Mio. Tonnen Getreide drin, verglichen mit nur schätzungsweise gut 259 Mio. Tonnen in diesem Jahr. Das wäre eine Steigerung um fast 16 Mio. Tonnen oder 6%.

Dabei rechnet der Dachverband im Jahresvergleich beim Weichweizen, bei der Gerste und beim Mais mit teils deutlich höheren Erträgen. Für Weichweizen, der mit Abstand wichtigsten Kultur, wird eine Produktion von 126,5 Mio. Tonnen vorausgesagt, was einem Plus von gut 12 Mio. Tonnen entsprechen würde. Die Gersten- und die Maiserzeugung sollen um jeweils knapp 2 Mio. auf annähernd 52 Mio. beziehungsweise etwa 62 Mio. Tonnen steigen.

Für Raps sagt COCERAL eine EU-Erntemenge von 19,5 Mio. Tonnen voraus, womit das diesjährige Ergebnis um 2,1 Mio. Tonnen oder 12% übertroffen würde. An Sonnenblumensaat sollen die EU-Landwirte insgesamt fast 10 Mio. Tonnen ernten; das wären 1,1 Mio. Tonnen beziehungsweise 12% mehr als 2024. Im Hinblick auf die Sojabohnen wird eine Steigerung der Produktion um 225.000 Tonnen oder 8% auf knapp 3,2 Mio. Tonnen erwartet. AgE

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