Mit der Bekräftigung seiner Absicht, Strafzölle gegen Kanada und Mexiko und später auch gegen weitere Länder zu verhängen, hat US-Präsident Donald Trump die Getreidepreise an der Börse in Chicago weiter auf Talfahrt geschickt. Befürchtet werden Gegenreaktionen bei Agrarlieferungen der USA. Hinzu kam eine optimistische Maisernteprojektion des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) beim Agricultural Outlook Forum.
Das USDA rechnet für 2025 mit einer Ausweitung der Maisfläche im eigenen Land gegenüber dem Vorjahr um etwa 4% auf 38,1 Mio. Hektar. Erwartet wird deshalb eine Rekordernte von fast 396 Mio. Tonnen Mais; das wären gut 18 Mio. Tonnen mehr als das Aufkommen von 2024. Mit Blick auf den Weizen sagt das USDA eine Ernte von 52,4 Mio. Tonnen voraus, womit das Vorjahresergebnis um 1,2 Mio. Tonnen verfehlt würde. Dabei geht das Ministerium von einer Anbauausdehnung zum 2% auf 19,2 Mio. Hektar aus, rechnet aber mit einer kleineren Erntefläche und geringeren Erträgen.
Terminmais verlor deutlich: März-Ware wurde am Freitag (28.2.) gegen 17:45 Uhr für knapp 4,56 Dollar/bu (171 Euro/t) gehandelt; das bedeutete für diese Woche eine Verbilligung von 7,2%. Gemessen am Zwischenhoch vom 18. Februar gab dieser Future um 9,2% nach.
Auch die Weizenpreise tendierten spürbar schwächer. Der betreffende Maikontrakt kostete in Chicago zur Berichtszeit 5,61 Dollar/bu (197 Euro/t); das war bezogen auf die aktuelle Woche ein Minus von 7,1%. Zum Zwischenhoch am 18. Februar, als dieser Kontrakt die Marke von 6 Dollar/bu (210 Euro/t) deutlich übertroffen hatte, fehlten gut 9%.
Etwas besser konnten sich zuletzt die Sojabohnenpreise halten. Hier legten die Börsianer für die März-Fälligkeit zur Berichtszeit 10,14 Dollar/bu (356 Euro/t) an; das waren nur 2,5% weniger als eine Woche zuvor. Zum Zwischenhoch am 4. Februar betrug das Minus allerdings fast 6%. Das USDA rechnet mit einer Einschränkung des Sojabohnenanbaus um knapp 4% auf 34,0 Mio. Hektar. Die diesjährige US-Ernte soll dennoch mit 118,9 Mio. Tonnen die Menge von 2024 um rund 100.000 Tonnen übertreffen. AgE
