Hinweis: Diese Website wird wegen einer Sicherheitswartung vorübergehend in eingeschränkter Form angezeigt. Formulare, Suche und einzelne Funktionen stehen derzeit nicht zur Verfügung, Inhalte entsprechen möglicherweise nicht dem aktuellen Stand.

Markttipps-Ansicht

Mais springt über 5 Dollar

|   markttipps

An der Weltleitbörse in Chicago hat der vordere Maiskontrakt erstmals seit Oktober 2023 wieder die Marke von 5 Dollar/bu (189 Euro/t) übersprungen. Analysten zufolge hat sich die Besorgnis über mögliche Handelskonflikte etwas gelegt. Zudem hofft man für diesen Fall sogar auf letztlich offenere Märkte. Für die feste Tendenz sorgen gute US-Exportzahlen und die schlechteren Ernteaussichten in Südamerika.

Ungeachtet der Zolldrohungen des US-Präsidenten Donald Trump und möglicher agrarrelevanter Gegenmaßnahmen betroffener Importländer befinden sich die Maispreise in den USA seit Anfang Dezember in einem Aufwärtstrend. Am Dienstag (28.2.) übersprang der vordere Märzkontrakt für die weltweit wichtigste Getreideart an der Börse in Chicago die Marke von 5 Dollar/bu (189 Euro/t). Es war das erste Mal seit Oktober 2023, dass der vordere Maisfuture zum Abrechnungskurs über dieser Marke lag.

Am Mittwoch (19.2.) gegen 11:00 Uhr hiesiger Zeit wurde der Mais mit Fälligkeit im März für 5,03 Dollar/bu (190 Euro/t) gehandelt. Gegenüber Anfang Dezember 2024 bedeutet das eine Verteuerung um 17% und im Vergleich zum Tief Ende August vorigen Jahres ein Plus von 24%.

Von Analystenseite hieß es zu der anhaltenden Befestigung der Maispreise, dass sich die Besorgnis über mögliche Handelskonflikte etwas gelegt habe. Trump wolle die Zölle nutzen, um andere Länder, die Zölle erheben, an den Verhandlungstisch zu bringen, um diese Zölle zu senken, was letzten Endes die Nachfrage nach US-Agrarrohstoffen steigern könnte, so die aktuelle Einschätzung.

Zudem haben sich die Aussichten für die Maisernte in Argentinien zuletzt trotz jüngster Regenfälle weiter verschlechtert. Und die Aussaat zu Brasiliens zweiter Maisernte verlief vergleichsweise schleppend, was die Ertragsrisiken steigen lässt.

Nach den jüngsten Zahlen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden im seit September laufenden Vermarktungsjahr 2024/25 bis Mitte Februar insgesamt 24,7 Mio. Tonnen Mais aus den USA exportiert und damit 35% mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das USDA geht aktuell von einer gesamten Maisausfuhr von 62,2 Mio. Tonnen in diesem Wirtschaftsjahr aus, nach 58,2 Mio. Tonnen im Vorjahr und nur 42,2 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2022/23. AgE

Zurück