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Markttipps-Ansicht

Kleinere Ernte auf dem Acker

|   markttipps

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker hat in ihrer ersten Ernte- und Erzeugerschätzung die für dieses Jahr erwartete Zuckerproduktion auf knapp 3,4 Mio. Tonnen beziffert. Das würde gegenüber dem Vorjahr einem Minus von etwa 1 Mio. Tonnen entsprechen. Mit einem Rückgang rechnet die Vereinigung auch beim mittleren Rübenertrag. Scharfe Kritik übte WVZ-Vorsitzender Streng erneut an der geplanten Zuckersteuer.

Die hiesige Zuckerwirtschaft rechnet in diesem Jahr mit einer kleineren Rübenernte als 2025, woraus ein deutlich kleineres Zuckeraufkommen resultiert. In ihrer am Montag (7.9.) vorgelegten ersten Ernte- und Erzeugerschätzung geht die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) von einer Zuckerproduktion von knapp 3,4 Mio. Tonnen aus; das wären etwa 1 Mio. Tonnen weniger als in der Kampagne 2025/26. Die Anbaufläche fällt laut Branchenangaben in diesem Jahr mit 300.069 Hektar um 48.609 Hektar kleiner aus als 2025.

 

Im Mittel erwartet die WVZ einen Rübenertrag von 71,3 Tonnen pro Hektar, nach 82,1 t/ha in der vorherigen Anbausaison. Der fünfjährige Durchschnitt liegt bei 80,3 Tonnen je Hektar. Etwa auf Vorjahresniveau könnte der Zuckergehalt der Rüben liegen: Diesen bezifferte die WVZ auf 17,8% nach knapp 17,6% in der vorherigen Kampagne.

 

Zuckersteuer bleibt Dorn im Auge

 

WVZ-Vorsitzender Dr. Stefan Streng nutzte die Vorlage der Ernteschätzung, um seine Kritik gegen die geplante Zuckersteuer zu bekräftigen: "Wir appellieren an die Vernunft: Die Zuckersteuer muss vom Tisch." Streng warnte unter Verweis auf den in der Vorwoche von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vorgelegten Erntebericht und die vom Ressortchef konstatierte "Krise von nationaler Tragweite" vor zusätzlichen Belastungen für die Zuckerwirtschaft.

 

Streng zufolge würde eine Zuckersteuer nicht zur Bekämpfung von Übergewicht beitragen, sondern vielmehr ein heimisches Produkt schädigen. Er zeigte sich überzeugt, dass die Zuckersteuer angesichts der Trockenheit und Krankheiten wie dem von der Schilf-Glasflügelzikade übertragenen Syndrome Basses Richesses (SBR) und Stolbur "eine weitere enorme Gefahr für die Zukunft des heimischen Rübenanbaus und der Zuckererzeugung in Deutschland" wäre. AgE

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