Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben zuletzt weiter keine einheitliche Richtung gefunden. Während Jungbullen und Schlachtfärsen teurer gehandelt wurden, gab die Notierung für Schlachtkühe leicht nach.
In der Woche zum 15. September erlösten Jungbullen der Handelsklasse R3 nach Angaben der EU-Kommission im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 519,57 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) und damit 0,5% mehr als in der Woche davor. In Spanien konnte die Notierung deutlich zulegen, und zwar um 2,1%. Geringer fielen die Zugewinne mit 0,8% und 0,7% in Österreich und Deutschland aus. In Polen kam es zu einem Aufschlag von 0,5%, in Dänemark von 0,2%. Eine unveränderte Notierung wurde aus Belgien gemeldet. In Irland und Frankreich gab der Preis um jeweils 0,2% nach. In Italien wurden R3-Bullen 2,1% preiswerter gehandelt.
Leicht bergab ging es für den EU-Durchschnittspreis von Schlachtkühen. Tiere der Handelsklasse O3 wurden der Kommission zufolge für durchschnittlich 437,82 Euro/100 kg SG gehandelt; das entsprach einem Minus von 0,1%. In Dänemark konnte die Notierung dem EU-Trend trotzen und 1,4% zulegen. Ebenfalls überdurchschnittlich hoch fielen die Zugewinne mit jeweils 0,3% in Italien und Österreich sowie 0,2% in Polen aus. Stabile Preise wurden aus Deutschland gemeldet. In Irland wurde das Vorwochenniveau um 0,2% unterschritten, in Belgien um 0,7%. Kräftiger fielen die Abschläge mit je 1,2% in Spanien und Frankreich aus.
EU-Schlachtfärsenpreis zieht weiter an
Gestiegen ist der Durchschnittspreis von Schlachtfärsen. Für Tiere der Handelsklasse R3 wurden laut Kommission im Mittel 529,61 Euro/100 kg SG gezahlt; das waren 0,4% mehr als in der Woche zuvor. Aus Spanien wurde eine Preissteigerung von 3,7% gemeldet. Mit geringeren Zuschlägen von 1,0% und 0,5% mussten sich die Mäster in Belgien und Deutschland begnügen. In Österreich und Polen wurden Zugewinne von 0,2% realisiert. Stabil blieben die Preise in Irland. In Italien wurde das Vorwochenniveau um 0,6% verfehlt, in Frankreich um 0,7%. Deutlich schwächer als in der Vorwoche präsentierte sich die Notierung in Dänemark, sie gab um 2,0% nach. AgE
