Markttipps-Ansicht

Jungbullen kosten weniger

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In der Europäischen Union sind die Jungbullenpreise in der Woche zum 28. Juni in die Abwärtsbewegung übergegangen. Hintergrund dürfte auch die hitzebedingt gesunkene Fleischnachfrage gewesen sein. Derweil blieben die Durchschnittspreise für Schlachtkühe und -färsen stehen.

In der Europäischen Union ist der mittlere Jungbullenpreis in der Woche zum 28. Juni unter Druck geraten: Die Notierung ging von einer Seitwärts- in eine Abwärtsbewegung über. Als Hauptgrund nannten Marktanalysten eine hitzebedingt gesunkene Nachfrage. Die Durchschnittspreise für Schlachtfärsen und -kühe blieben derweil stehen, nachdem sie zuvor gesunken beziehungsweise gestiegen waren.

 

Konkret wurden für Jungbullen der Handelsklasse R3 laut Angaben der EU-Kommission in der Berichtswoche im Mittel 655,97 Euro pro 100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG) bezahlt; das waren 0,7% weniger als in der Woche davor. Die Spanne der Preisveränderungen in den einzelnen Ländern reichte von minus 5,6% in Litauen bis plus 1,8% in Irland. In den Niederlanden stieg der Preis um 1,7%, in Österreich um 0,9%. Dagegen wurden in Polen 3,3% weniger gezahlt, in Spanien 1,6% weniger und in Dänemark 0,7% weniger. In Deutschland blieb die Notierung mit 647,29 Euro/100 kg SG 0,2% hinter dem Vorwochenwert zurück.

 

Der Durchschnittspreis für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 trat laut den Kommissionsangaben bei 590,50 Euro/100 kg SG auf der Stelle. Den mit 15,8% größten Aufschlag meldete Portugal, gefolgt von Kroatien mit plus 11,4%. In Österreich erhöhte sich die Notierung um 2,5%, in Irland um 1,9% und in den Niederlanden um 0,9%. Während der Preis in Deutschland mit 610,50 Euro/100 kg SG unverändert blieb, ging er in Spanien um 2,5% nach unten, in Polen um 1,9% und in Belgien um 1,3%. Die kräftigste Preisminderung mussten die Landwirte in Slowenien hinnehmen, und zwar in Höhe von 10,8%.

 

Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 erlösten der Kommission zufolge im Durchschnitt 684,77 Euro/100 kg SG und damit ebenso viel wie zuvor. Die Niederlande verzeichneten eine massive und gegebenenfalls noch zu korrigierende Preissteigerung von 38,0%. In die Ermittlung des EU-Durchschnittspreises floss zudem ein Aufschlag von 11,7% in Rumänien ein. In Österreich gab es 2,7% mehr für Schlachtfärsen, in Irland 0,5% mehr. In Deutschland verfehlte der Preis mit 649,93 Euro/100 kg SG den Vorwochenwert um 0,1%. Unterdessen fiel die Notierung in Belgien um 0,7%, in Polen um 1,3%. Der mit 2,4% größte Preisrutsch vollzog sich in Kroatien. AgE

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