Weizen legte am Freitag an der Euronext für September um +6,50 €/to auf 228,00 €/to zu. Ausschlaggebend waren die anhaltenden Spannungen im Schwarzen Meer. Russland lehnte einen ukrainischen Vorschlag für eine Waffenruhe zum Schutz ziviler Schiffe und der Hafeninfrastruktur ab. Die Unsicherheit über die Exportwege bleibt damit hoch. Erntefortschritte und FranceAgriMer-Bestandsbewertungen lagen in den bereitgestellten Marktdaten nicht vor.
Mais folgte der Weizenrally. Der Novemberkontrakt stieg um +1,00 €/to auf 252,75 €/to. Unterstützung kam von der Weizenstärke und den Risiken für die Schwarzmeerhäfen. Die Exportbilanz der alten US-Ernte bleibt bullisch, während die Nachfrage nach neuerntigem US-Mais hinter dem Vorjahresniveau zurückliegt. Die Euronext-Notierung wird damit durch externe Impulse gestützt, während das globale Angebotsbild komfortabel bleibt.
An der CBoT: Die US-Weizenbörsen schlossen am Freitag deutlich fester. Chicago-SRW-Weizen für September gewann +22,00 US-Cent/Bushel auf 674,75 US-Cent/Bushel. Kansas-City-HRW führte die Aufwärtsbewegung mit einem Plus von +33,75 US-Cent auf 754,25 US-Cent/Bushel an. Minneapolis-Spring-Wheat legte je nach Kontrakt um +9,00 bis +10,75 US-Cent zu. Der September-Mais stieg um +11,00 US-Cent auf 459,00 US-Cent/Bushel, der Dezember um +11,25 US-Cent auf 483,25 US-Cent/Bushel.
Laut dem USDA: Die US-Maisverkäufe der alten Ernte summieren sich auf 87,503 Mio. to und erreichen damit 104 % der USDA-Prognose. Die bisherigen Verschiffungen liegen bei 80,066 Mio. to beziehungsweise 95 % der Exportprognose. Bei der neuen Ernte bleiben die Verkäufe mit 10,575 Mio. to um -23,5 % hinter dem Vorjahresstand zurück. Im Weizenexportgeschäft lagen die Verkäufe in der Woche bis zum 6. August bei 255.931 to und damit -64,59 % unter dem Vorjahresniveau. Bei Sojabohnen erreichen die Verkäufe der alten Ernte 41,79 Mio. to oder 101 % der USDA-Prognose. Die neue Ernte kommt auf 10,13 Mio. to und liegt damit auf einem Vierjahreshoch.
Euronext-Rapsnotierungen
Raps für November verteuerte sich am Freitag um +5,00 €/to auf 545,50 €/to. Damit setzte der Pariser Markt die Erholung nach der zwischenzeitlichen Korrektur fort. Rückenwind kamen aus dem freundlichen Pflanzenölumfeld, den festen Sojabohnen und den höheren Canola-Notierungen in Winnipeg. Weitere Euronext-Termine wurden in den bereitgestellten Daten nicht genannt.
Canola-futures: Canola für November gewann an der ICE in Winnipeg +15,40 Can-$/t auf 818,90 Can-$/t. Der Kontrakt erreichte damit ein neues Wochenhoch. Die Bewegung wurde vom festen US-Sojakomplex und der positiven Entwicklung der Pflanzenölmärkte unterstützt. Exportzahlen der Canadian Grain Commission waren in den bereitgestellten Marktdaten nicht enthalten.
Beim US-Sojakomplex: Sojabohnen schlossen am Freitag überwiegend fester. September stieg um +11,75 US-Cent/Bushel auf 1.177,75 US-Cent/Bushel, November um +10,25 US-Cent auf 1.192,50 US-Cent/Bushel. Sojaschrot für September legte um +2,80 US-$ auf 310,20 US-$/short ton zu. Sojaöl tendierte ebenfalls fester. Unterstützung lieferte die Nachfrage aus China. Das USDA meldete einen privaten Verkauf von 136.000 to Sojabohnen für 2026/27. Die während der Woche gemeldeten China-Verkäufe summierten sich auf 641.000 to. Die bullische Exportbilanz steht einer höheren US-Ernteprognose gegenüber: Das USDA erwartet für 2026 eine Produktion von 4,519 Mrd. Bushel und Endbestände von 320 Mio. Bushel.
ZMP
