Zum Wochenstart konnten die Weizennotierungen in Paris bis zu 2,75 €/to weiter zulegen und schlossen zwischen 235,25 und 242,25 €/to. Die Analysten von Argus rechnen mit einer französischen Weizenernte in Höhe von 30,8 Mio. to. Das wären fast acht Prozent weniger zum Vorjahr. Die Maiskurse an der Matif verbuchten noch höhere Gewinne. Der Frontmonat notierte zum Börsenschluss mit 256,25 €/to (+8,75) und die Termine für die neue Ernte legten bis zu 4,50 €/to zu. Die Schlusskurse lagen hier zwischen 250,75 und 252,75 €/to und erneut notierte der Novembertermin am höchsten.
In Übersee starteten die Weizenbörsen überwiegend im roten Bereich. In Chicago gab der September um 8,75 auf 674,00 US-Cent/bushel nach. In Kansas gab es ähnlich hohe Verluste und der gleiche Termin verlor 8,50 auf 723,75 US-Cent/bushel. In Minneapolis gab es dagegen moderate Gewinne. In erster Linie sorgten Gewinnmitnahmen für die schwächeren Schlusskurse, denn die Lage in der Schwarzmeerregion hat sich nicht verändert.
Laut einem Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums kommen die US-Weizenexportverladungen nicht in Schwung. Bislang konnten 2,1 Mio. to verladen werden, das ist ein Rückstand von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Erntefortschritt beim US-Winterweizen lag bis Sonntag bei 74 Prozent, das sind drei Prozent mehr zum langjährigen Durchschnitt. Beim US-Sommerweizen hat sich der Zustand in den besten Kategorien um fünf auf 53 Prozent verschlechtert. In Russland sind die Weizenpreise angestiegen. Laut den Experten von Ikar notierten die Fob-Notierungen bei 235,00 US-$/t, ein Plus von 7,00 US-$/t zur Vorwoche. Auf der anderen Seite rechnen die Analysten von SovEcon mit einem Rückgang der Weizenexporte für Juli um 0,5 auf 1,5 Mio. to. Im März wurden noch 4,7 Mio. to Weizen aus Russland exportiert. Seit sich die Situation zwischen der Ukraine und Russland wieder zugespitzt hat, sind die Exporte gesunken. ZMP
