Markttipps-Ansicht

Getreidemarkt

|   markttipps

Während die Weizenernte voranschreitet, rücken Trockenheit und Wetterrisiken in Europa und den USA wieder in den Mittelpunkt. Vor allem Mais zeigt Aufwärtspotenzial - auch Weizen könnte davon profitieren.

Nach dem USDA-WASDE und dem IGC-Bericht richten Händler ihren Blick nun vor allem auf die Hitzewelle in Europa und die Wetterentwicklung im US-Corn Belt. Sollte sich die Trockenheit in Frankreich, Deutschland oder der Ukraine fortsetzen, könnte insbesondere der Maismarkt weitere Unterstützung erhalten, während Weizen zusätzlich von einer möglichen Verschlechterung der Qualitätsaussichten profitieren würde.

 

Euronext: Am Freitag gab es nur minimale Korrekturen bei den Weizenkursen in Paris. Die beiden vorderen Termine gaben jeweils -0,25 €/to auf 201,50 bzw. 209,75 €/to nach. Der März konnte dagegen um +0,50 auf 215,00 €/to zulegen und der Maikontrakt verlor -0,25 auf 218,25 €/to.

 

Laut den Analysten von FranceAgriMer ist die französische Weizenernte zu 26% abgeschlossen. Das sind 5% mehr als im langjährigen Durchschnitt. Diese Meldung belastete die Notierungen. Auf der anderen Seite wurde beim Zustand jetzt die Hitzewelle berücksichtigt. Demnach befinden sich aktuell noch 68% des Weichweizens in bester Verfassung. Das ist zum letzten Bericht ein Minus von 6%. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 67%.

 

Die Euronext-Maisnotierungen an der Matif legten zum Wochenende einheitlich zu. Der August schloss mit 235,25 €/to (+1,00) und die Termine für die neue Maisernte konnten bis zu +2,25 €/to zulegen. Auffällig war hier, dass der Novembertermin am höchsten notierte und die nachfolgenden Termine vom Schlusskurs her immer niedriger wurden. Die gesamte Bandbreite lag zwischen 225,75 bis 230,75 €/to.

 

Die US-Getreidebörsen starten nach dem verlängerten Wochenende im grünen Bereich in die neue Handelswoche. Laut dem ukrainischen Wirtschaftsministerium konnten in der letzten Saison 37,2 Mio. to an Getreide exportiert werden und das ist zum Vorjahr ein Minus von 8,4%.

 

In Argentinien kommt die Weizenaussaat aufgrund günstiger Wetterbedingungen gut voran und knapp 81% sind bislang bestellt. Die gesamte Anbaufläche soll ein Volumen von 6,5 Mio. ha erreichen. ZMP

Zurück