Anteil an Strom aus Wind- und Wasserkraft, PV, Biomasse und Co. summiert sich auf 57%.
Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Bruttostromverbrauch hat im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um knapp 9% zugelegt, von 135 TWh auf 147 TWh. Der Zuwachs der erneuerbaren Stromerzeugung kann dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge einerseits mit den windreichen Wintermonaten und der Errichtung neuer Windkraftanlagen erklärt werden, wodurch sich die Windstromerzeugung im Jahresvergleich um ein Zehntel erhöhte. Gleichzeitig seien massiv Solaranlagen zugebaut worden, was bei der Photovoltaik zu einem Plus von 13% führte. Über das gesamte erste Halbjahr trug Windenergie etwa die Hälfte zum erneuerbaren Stromertrag bei, während PV knapp ein Viertel beisteuerte. Auf den weiteren Plätzen folgten Biomasse mit 15% und Wasserkraft mit etwa 8%.
Da im ersten Halbjahr 2024 ungefähr gleich viel Strom wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum nachgefragt wurde, stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch deutlich an. Nach Berechnungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) am UBA lag der Anteil regenerativer Quellen bei rund 57%.
UBA-Präsident Prof. Dirk Messner wertet es als Erfolg, dass der erneuerbare Anteil am Strom weiter wächst. Gleichzeitig seien weitere Anstrengungen für die Energiewende notwendig. Verteilnetzgebiete, in denen besonders viele erneuerbare Energieanlagen gebaut würden, dürften nicht durch steigende Netzentgelte belastet werden, forderte Messner. AgE
