Die Futures auf Verarbeitungskartoffeln an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig haben sich seit dem Jahresstart weiter deutlich verteuert. Am Freitag (24.1.) ging der Kontrakt mit Fälligkeit im April 2025 mit einem Schlusskurs von 32,50 Euro/dt aus dem Handel. Das war der höchste Preis seit Ende Juli 2024. Der Eröffnungskurs vom 2. Januar 2025 wurde damit um 4,30 Euro/dt oder 14,7% übertroffen. Damit ist der bereits Anfang Dezember 2024 gestartete Aufwärtstrend weiterhin intakt.
Frankreich forciert Einfuhr
Als Ursache für den starken Anstieg der Knollenpreise führen Analysten vor allem die rege Nachfrage an, die das Angebot übertreffe. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen benötigen vor allem die Verarbeiter aus dem angrenzenden Ausland immer mehr Ware. Dagegen würden hierzulande weiterhin Kontrakte abgearbeitet, während freie Industriekartoffeln kaum gehandelt würden. Die Landwirte rechneten derweil weiterhin mit hohen Preisen.
Damit im Einklang meldete die französische Interprofession für Kartoffelprodukte (GIPT), dass die Verarbeitungsmenge in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 225.000 Tonnen oder fast ein Drittel auf 918.000 Tonnen gestiegen sei. Gleichzeitig wurde der Import von Verarbeitungskartoffeln auf 200.000 ausgeweitet, was im Vergleich zum Zeitraum Juli bis Dezember 2024 fast einer Verdopplung entsprach. Dabei hatten die französischen Bauern zuletzt die größte Ernte seit 30 Jahren eingefahren; das betreffende Volumen wird auf rund 7,6 Mio. Tonnen beziffert. AgE
